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Pleuramesotheliom - Therapie - Chirurgie

Die therapeutischen Maßnahmen unterscheiden sich bei den unterschiedlichen histologischen Typen nicht.

Chirurgie
Eine kurative OP beim Pleuramesotheliom ist selten und nur bei frühen Stadien möglich und selbst hier umstritten. Patienten mit radikalen extrapleuralen Pneumonektomien und meist zusätzlichen plastischen Maßnahmen (Thoraxwand, Zwerchfell, Perikard) haben häufig eine schlechte postoperative Lebensqualität (respiratorische Insuffizienz, Postthorakotomiesyndrom).

Die Mortalität liegt bei Pleurektomie und Dekortikation unter 2%, bei extrapleuraler Pneumonektomie zwischen 6% und 15%. Die OP, speziell die extrapleuralen Pneumonektomie kann eine Metastasierung begünstigen. Dieser radikale Eingriff führt im Vergleich zur Pleurektomie auch zu höheren Komplikationsraten, ohne eine Überlebensverlängerung zu ermöglichen.

Nach einer operativen Primärtherapie des Pleuramesotheliom führt weder eine adjuvante Strahlen- noch eine adjuvante Chemotherapie zu einer Überlebensverlängerung. Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, palliative Eingriffe durchzuführen: Eine Pleurodese, eine partielle Pleurektomie oder die Entfernung von Tumorknoten können z.B. bei ausgedehnten Ergüssen bzw. starken Schmerzen für den Patienten sehr segensreich sein.